Verteilung Adobe Flash Player über Gruppenrichtlinien

Als geplagter Systemadministrator steht man oft vor der Herausforderung, Upgrades und Updates diverser Adobe Produkte installieren zu müssen. In einer Windows Domäne kann dies quasi mit Boardmitteln verwirklicht werden, eine spezielle Software zur Erstellung von Softwareinstallationspaketen und zur Verteilung ist nicht notwendig. Für die später beschriebene Verteilung einer neuen Version des Adobe Readers ist zwar der so genannte Adobe Customization Wizard notwendig, den gibt es aber kostenlos von Adobe. Im Folgenden soll zunächst das Rollout des Adobe Falsh Players über Gruppenrichtlinen beschrieben werden:

Freundlicherweise stellt Adobe den Flash Player bereits als MSI-Paket zum Download zur Verfügung. Die aktuellste Version ist unter http://www.adobe.com/de/products/flashplayer/fp_distribution3.html zu finden. Laut Adobe darf der Link aber nur nach vorhergehender (kostenloser) Registrierung genutzt werden.

Für den Flash Player stehen immer zwei Versionen zur Verfügung: eine für den Internet Explorer und eine für „Plug-in-basierte Browser“ wie Firefox, oder Chrome. Im ersten Schritt laden wir beide Pakete herunter und speichern sie auf einer Freigabe im Netzwerk, z. B. unter TESTSERVERRollout.

Adobe Download Flash Player

Als nächstes planen wir die Verteilung über das Active Directory (AD). Dies geschieht über eine Gruppenrichtlinie, über die die Clients beim nächsten Start mit Software „betankt“ werden. Es empfiehlt sich, die Verteilung zunächst an einer Test-Organisationseinheit und an einer Testmaschine auszuprobieren. In der Verwaltungskonsole für das AD erstellen wir daher zunächst eine neue Organisationseinheit (OU), in der wir später das Gruppenrichtlinienobjekt zu Softwareverteilung erstellen und eine für unseren Testrechner. In unserem Beispiel nennen wir dei beiden OUs „Software Deployment“ und „Test“.

OUs zur Softwareverteilung und zum Test

Im nächsten Schritt erstellen wir ein Gruppenrichtlinienobjekt zur Verteilung. Wir klicken mit der rechten Maustaste auf die OU „Software Deployment“ und wählen im Kontextmenü den Eintrag „Eigenschaften“. Im sich nun öffnenden Fenster wählen wir den Reiter „Gruppenrichtlinie“ und klicken auf den Button „Neu“.

Erste Schritte zur Erstellung einer Gruppenrichtlinie I

Der Richtlinie vergeben wir nun noch einen aussagekräftigen Namen z. B. „Installation Adobe Flash Player 11.5“. Sollten bereits Gruppenrichtlinienobjekte vorhanden sein, so schieben wir die neue GPO mit Hilfe des Buttons „Nach oben“ ans obere Ende der Liste.

Erste Schritte zur Erstellung einer Gruppenrichtlinie II

Nun ein Klick auf Bearbeiten…

Gruppenrichtlinie I

…und der Gruppenrichtlinieneditor öffnet sich:

Erstellen einer Gruppenrichtlinie

Hier erweitern wir den Zweig „Computerkonfiguration“, wählen dort den Punkt „Softwareinstallation“ und klicken anschließend mit der rechten Maustaste in das rechte Feld. Im Kontextmenü wählen wir den Eintrag „Neu|Paket…“. Im nun folgenden Fenster navigieren wir dann zum Pfad (TESTSERVERRollout) in dem wir zuvor unser Installationspaket abgelegt haben, markieren dieses (install_flash_player_11_active_x.msi) und klicken anschließend auf „Öffnen“.

Erstellen einer Gruppenrichtlinie

Da wir keine Anpassungen mehr vornehmen möchten, bestätigen wir das folgende Fenster mit OK. Wichtig ist, dass der Punkt „Zugewiesen“ markiert ist.

Erstellen einer Gruppenrichtlinie

Nun ist das Installationspaket auch im entsprechenden Abschnitt im Gruppenrichtlinen-Editor zur sehen:

Erstellen einer Gruppenrichtlinie

Anschließend klicken wir mit der rechten Maustaste auf die zuvor erstellte OU namens „Test“ im Fenster „Benutzer und Computer“ und wählen dort Eigenschaften“. Im sich dann öffnenden Fenster klicken wir auf „Hinzufügen…“ (Reiter Gruppenrichtlinien) und führen dann einen Doppelklick auf ein Eintrag „Software Deployment.testdomain.local“ aus…

Erstellen einer Gruppenrichtlinie

Nun sind ist die Gruppenrichtlinie mit unserer OU verknüpft.

Erstellen einer Gruppenrichtlinie

Wie oben zu sehen ist, haben wir auch gleich das MSI-Paket für Plug-in-basierte Browser zur Verteilung vorbereitet. Um zu testen, ob die Installation unserer beiden Softwarepakete auch wirklich funktioniert, schieben wir einen Test-PC in die OU „Test“ erzwingen mit dem Befehl gpupdate /force eine zwangweise Verarbeitung der Gruppenrichtlinie und starten diesen dann neu. Im günstigsten Falle sind beim Neustart dann nacheinander folgende Meldungen zu sehen (nur Windows XP, standardmäßig nicht bei Windows 7). Es empfiehlt sich zum Testen eine virtuelle Maschine zu verwenden, die man mit Hilfe eines SnapShots immer wieder auf den Ursprungszustand zurücksetzen kann.

Installation Adobe Flash Player 11

Installation Adobe Flash Player 11 Plugin

Voilà, wir haben unser erstes Rollout erfolgreich hinter uns gebracht.

Abschließend sei noch zu erwähnen, dass bestehende Vorgängerversionen des Adobe Flashplayers durch die Installationspakete deinstalliert werden.

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