Adobe Reader Application Error – Ereignis-ID: 1000

Am 27.08.2013 hatten wir ein flächendeckendes Phänomen auf allen Rechnern in unserem Netz: Kurz nach dem Start des Adobe Readers stürzte dieser ab. Die Benutzer bekamen eine Fehlermeldung zu sehen und konnten das Programm dann nur noch schließen. Es spielte dabei keine Rolle, ob der Reader separat gestartet oder eine PDF-Datei per Doppelklick geöffent wurde. Nach ca. 10-20 Sekunden erschien immer folgende Meldung:

Adobe Application Error

Im Eventlog der betroffenen Rechenr stand mit der Event-ID 1000 folgendes zu lesen:

Name der fehlerhaften Anwendung: AcroRd32.exe, Version: 11.0.0.379, Zeitstempel: 0x505fd19e
Name des fehlerhaften Moduls: AcroRd32.dll, Version: 11.0.0.379, Zeitstempel: 0x505fd190
Ausnahmecode: 0xc0000005
Fehleroffset: 0x000d2b25
ID des fehlerhaften Prozesses: 0x15b0
Startzeit der fehlerhaften Anwendung: 0x01cea2fccd629437
Pfad der fehlerhaften Anwendung: C:Program FilesAdobeReader 11.0ReaderAcroRd32.exe
Pfad des fehlerhaften Moduls: C:Program FilesAdobeReader 11.0ReaderAcroRd32.dll

Alle Versuche, den Adobe Reader wieder zum Leben zu erwecken schlugen fehl. Da sich das Problem schwer eingrenzen ließ, deinstallierten wir auf einer Testmaschine den Virenscanner, installierten die allerneueste Version des Adobe Readers (11.0.3) und probierten diverse Registry-Keys aus. Leider blieben alle Versuche erfolglos. Unsere Recheren im Internet ergaben, dass an dem Tag wohl noch mehrere User und Firmen von dem Problem betroffen waren und dass das Problem sich im Laufe des Tages von selbst behoben hat.

Der User Ashen.NZ schrieb am 26.08.2013 im Adobe Forum von dem gleichen Problem beim Adobe Reader 10.1.X. Das Problem trat immer dann auf, wenn der Reader unter der URL http://acroipm.adobe.com/10/rdr/ENU/win/nooem/none/message.zip nach Zertifikatupdates suchte. Sein Lösungsansatz war, die URL zu blocken, etwa über ein Eintrag in der ACL des Proxyservers oder über das Erstellen eine Dummy-DNS-Zone. Wichtig ist, dass die o. g. URL nicht mehr erreichbar ist.

Da bei uns über 150 Rechner von dem Problem betroffen waren, überlegen wir, ob wir als Konsequenz aus diesem Desaster zukünftig den Foxit Reader als zweiten Reader für PDF-Dateien auf allen Maschinen installieren.

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